„Zweins“ – Zeltlager irgendwie (doch nicht) anders

Ja, Corona hat da einiges durcheinandergewirbelt. Auch unsere Zeltlager sind nicht ganz verschont geblieben. Anstatt eins, zwei und drei gab es in diesem Jahr die Lager „Zweins“, „Dry“ und das Schnupperzeltlager.

Inhaltlich hat sich aber nicht viel verändert. Das Zeltlager „Zweins“ startete am Sonntag, den 14.08.2022. Es gab drei Anreisezeiträume, die den Ansturm auf unseren Zeltplatz an der Ammer in Peißenberg etwas dekomprimieren sollten. Hat auch geklappt, die Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 kamen mit Koffern, Taschen, Schlafsäcken, Isomatten und allerlei überlebensnotwendigen Süßigkeiten am Nachmittag ganz entspannt mit ihren Eltern an. Die Eltern haben wir dann ganz schnell wieder nach Hause geschickt, während die Teilnehmer:innen auf der großen Wiese mit den Betreuern und Betreuerinnen Federball, Merkball und Wikingerschach spielten und bastelten.

Kurze Zeit später ging es dann auch schon mitten rein ins Thema der Woche. Ein verwirrter Schatzsucher hatte im hinteren Teil des Geländes einen alten Brief ausgegraben. In diesem Brief baten die Märchensammler und Geschwister Sim unsere Kinder und Jugendlichen, ihnen bei der Fertigstellung ihrer Märchen- und Mythensammlung behilflich zu sein. Ganz nebenbei hatten sie praktischerweise zufällig die Belegung der Zelte aufgeteilt.

Selbstredend halfen wir den beiden! Im Laufe der Woche füllte jedes Zelt sein Sagen- und Mythenbuch mit den verschiedensten Geschichten. Die einzelnen Buchseiten gab es als Belohnung für erfüllte Aufgaben. Zum Beispiel mussten die Teilnehmenden nachts in einem (mit Seilen abgesicherten) Schlauchboot zum anderen Ufer der Ammer übersetzen. Dort befand sich der Eingang zur Unterwelt, in der sie sich zahlreichen Gefahren widersetzen mussten, um schließlich wieder in der Welt der Sterblichen anzulanden. An einem anderen Tag brauchten Märchenfiguren wie Rotkäppchen, Rapunzel, Aschenbrödel, Schneewittchen und einige andere die Hilfe der Kinder und Jugendlichen. Dann kam der Tag, an dem Belzebub Irrwitzer, der Geschichtenerzähler, einen Krieger aus einem uralten Schrank hervorrief. Der schickte uns auf Eroberungstour. Mithilfe von Münzen und Spielkarten konnten gegnerische Teams angegriffen und Ländereien erobert werden. Das war ein harter Kampf!

Erholung gab es zum Glück jeden Abend beim Lagerfeuer. Nur die Fahnenwache, die musste natürlich auf der Hut bleiben, denn die Fahnendiebe waren nie weit entfernt. Alles in allem waren unsere Fahnenwächter und -wächterinnen erfolgreich, bis zum nächsten Jahr sollten wir die eine oder andere Taktik aber nochmal überarbeiten. Ein paar Mal war eben doch das Stockbrot interessanter und – schwupp – war die Fahne weg. Bis zum nächsten Mal ist es aber ja noch ein Jahr hin, uns bleibt also genügend Zeit.

Wer bis dahin in Erinnerungen schwelgen möchte oder sich schonmal ein bisschen Vorfreude auf das nächste jahr abholen will, kann unter folgendem Link das After-Movie begutachten: https://youtu.be/BZlx4YZVyP4

Und bis es wieder soweit ist, freuen wir uns schon auf euch und wünschen euch alles Gute!

Euer Zeltlager-„Zweins“-Team